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5 tierische Kilometer!

Am Sonntag war es dann nun soweit, meine Premiere auf der Kurzdistanz von 5000 Metern beim 1. Volvo Tierparklauf. Zugegeben war ich wieder etwas aufgeregt, weil ich bei einem Lauf nie weiß, was genau mich erwarten wird. Ich bin noch unsicher, weil ich meine eigene Geschwindigkeit nicht einschätzen kann, sodass ich Angst habe mich eventuell auf dem ersten Streckenabschnitt vollkommen zu verausgaben.

Nach pünktlichem Erwachen durch meinen Wecker, habe ich mich langsam bereit gemacht. Ich wusste das der Lauf 11:15 starten würde, was mir noch genug Zeit gab, alles soweit abzustimmen. Ein kleines Frühstück, Laufklamotten an, Startnummer ans Shirt frimmeln und noch einen kleinen Snack für vor und nach dem Lauf eingepackt. Mehr musste es ja im Grunde nicht sein – den ausreichend flüssige Versorgung war vor Ort ja gegeben.

Nach Ankunft am Tierpark, wurde ich durch das Vorzeigen meiner Startnummer hineingelassen, wobei ich noch eine ganze Ecke zu gehen hatte. Mich also an andere Läufer heftend – da ich den Weg nicht kannte – kam ich also zum Start/Zielbereich. Die Stimmung war schon überwältigend gewesen, da zu meiner Ankunft gerade der Kinderlauf über 800m gestartet wurde. Alles jubelte und feuerte an. Ich derweil schaute mich etwas um, die Atmosphäre und die gute Stimmung genießend. Durch einen Tierpark zu laufen ist natürlich etwas besonderes – was man auf einem Teilabschnitt auch am Geruch gemerkt hat.

Der Anssager also verkündete den Start der 5 Kilometer-Läufer, wobei ich mich brav zum Startpunkt begab, mich am Ende im Mittelfeld wiederfindend. Im Nachhinein ein Fehler, denn als alle nach dem Startschuss loszitterten, ging die ersten 1,5 Kilometer nix vorwärts. Stop´n´Go aufgrund des engen Weges und der vielen Läufer. Immer musste man jemandem ausweichen, selbst aber aufpassen einem anderen Ausweicher nicht die Hacken zu zerlatschen. Eine Tempofindung war also nicht wirklich drin, denn immer mal wieder musste man etwas Geschwindigkeit rausnehmen, um nicht unter dem Läufertross begraben zu werden.
Der Knoten löste sich nach gut 2 Kilometern aber. Das Feld wurde breiter und ich konnte endlich meine Geschwindigkeit laufen. Das ging soweit ganz gut. Ich hatte keine Beschwerden in den Beinen und meiner Ausdauer hatte das moderate Tempo auch keine Sorgen bereitet. Der Abschlussprint brachte mir am Ende eine Zeit von 30 Minuten ein, genaue jene Vorgabe die ich mir vorab auch gegeben hatte. Schneller wäre es vielleicht gegangen, aber ein Risiko wollte ich nun nicht eingehen. Die schnellen Zeiten, hebe ich mir für andere Wettkämpfe auf, sobald sich mein Trainingsstatus gesamtheitlich gebessert hat. Die Medaille am Ende sah auch wirklich cool aus und nach zwei Gläsern Wasser gings dann auch schon wieder Richtung Heimat – mit einem guten Gefühl. Keine Nachbeschwerden in meinem Fuß, keine weiteren Zipperlein. Das stimmt mich schon mal fröhlich ein auf die 10km im Asics-Lauf, bei dem ich dann hoffentlich ohne Unterbrechung mein Ding durchziehen kann, um meine Zeit unter 01:00:00 zu drücken.

Wettkampf: 1. Volvo Tierparklauf

Distanz: 5km/5000m

Zeit: 30:33 Minuten

Fuck…April!

April? Wirklich? Das ist jetzt schon wieder 5 Monate her und ich habe es seit dem nicht geschafft hier wieder einen Beitrag zu schreiben. Ich bin echt zu faul, doch nicht nur fürs Schreiben hier, sondern auch um endlich mein Training „richtig“ durchzuziehen.

Was nicht heißen soll, das ich gar nicht trainiere. Ich bin im Fitnessstudio angemeldet – immerhin etwas – und ziehe da mein Ding so durch. Körperliche Gesamtfitness ist vorrangig mein Ziel, danach können wir an der Langzeitausdauer arbeiten. In den 5 Monaten aber hat sich einiges getan, so viel ist sicher. Ich habe meinen blödsinnigen Marathon-Trainingsplan in die Ecke gefeuert und einfach mal angefangen, ohne das ich mich krampfhaft an einen Plan halte. Kleine Schritte also, bevor ich zum „real Deal“ übergehe.

Wie sah also mein Sportlerleben in den letzten 5 Monaten aus? Genau genommen gab es immer wieder Hürden zu überspringen. Erstens hatte ich Probleme mit meinen Zähnen, ewige Behandlungen und langwierige Aussetzer mit dem Training. Danach kam die Unlust und der Zeitmangel – ich hasse den inneren Schweinehund und er mich scheinbar auch.

ABER… und darauf bin ich selbst stolz, ich habe meinen ersten 10 Kilometer-Lauf unter Wettbewerbsbedingungen durchgezogen. Ok, mit meiner Zeit gewinne ich bei Olympia nicht einmal eine Pappmedaille, aber ich habe es durchgezogen und bin nun heiß auf bessere Zeiten und mehr Läufe. Ich setze mir vorerst kleine Ziele, Dinge die mich wirklich anspornen und mir kein „Unerreichbar-Schild“ vor die Fresse klatschen.

Leider aber gab es auch hier wieder einen Rückschlag. Nach den 10 Kilometer war alles in bester Ordnung, musste aber feststellen das es ungewöhnlich stark schmerzte in meinem rechten Fuß. Daraufhin bin ich zum Arzt am Folgetag, ehe mir gesagt wurde das ich eine Sehnenentzündung habe – Sportausfall durch den Belastungsschmerz inklusive. 2 Wochen also pausieren, zusätzlich addiert auf meine Unlust und meinen Zeitmangel.

Durch diesen Lauf kam es aber nun zu einer Reihe von weiteren Anmeldungen bei Wettbewerben in Berlin, darunter den am Sonntag (09.09.2012) stattfindenden 1. Volvo Tierparklauf (5 km) und den ASICS Grand 10 am 14.10. (10 km). Meine nächsten Ziele und ich hoffe beim ASICS-Lauf meine Zeit vom Sportcheck-Lauf noch einmal unterbieten zu können. Als krönenden Abschluss dann dieses Jahr, sollte ich nicht noch auf anderweitig verrückte Ideen kommen, steh der Halbmarathon in Dresden an … Oh my!

Aber wieso eigentlich…?

…und wer bin ich eigentlich… und wieso schreibe ich einen Blog darüber, und, und, und…

Erst einmal allgemein. Mein Name ist Kevin, ich bin 23 und komme aus Berlin. Vor 5 Jahren noch habe ich aktiv Basketball gespielt, ehe ich sportlich etwas versackte. Seitdem kam herzlich wenig von meiner Seite aus, wieder mehr Bewegung in mein Leben zu bringen.

Der Weckruf allerdings kam vor gut 2 Wochen durch meinen Vater der, ohne mein Wissen, am Halbmarathon teilgenommen hatte. Er hatte durchgehalten und hielt mir nun natürlich die Urkunde und Medaille unter die Nase. Ein Ansporn, ein wirklicher Ansporn. Mein erster Gedanke war natürlich sofort „was du schaffst, das schaffe ich schon lange“ und ehe ich mich versah, hatte ich einem Freund bereits diese Idee unterbreitet, der daraufhin ebenfalls Feuer und Flamme war.

Warum aber nun einen Blog schreiben? Ganz einfach, ich fand die Idee relativ witzig meine Fortschritte in einem Blog festzuhalten, zumal ich bisher mit Ausdauer und Laufen generell wenig am Hut hatte, jene Herausforderung aber dennoch von meiner imaginären Liste streichen will. Ich beginnen quasi von0, nicht wissend ob diesen Laufentfernungen wirklich was für mich sind.

Wie sieht meine Planung für die kommenden Tage aber nun aus?

Folgendes ist geplant. Heute werde ich mir vernünftige Laufschuhe kaufen. Gestern habe ich bereits meinen Trainingsplan fertiggestellt, den ich hier später auch noch veröffentlichen werde. Hinzu kommt mein Ernährungsplan. Ab Montag will ich starten und bis dahin soll alles bereit sein. Irgendwie werde ich langsam doch nervös…

Der Marathon-Mann…

Oder der, der es eventuell mal werden will…

Manchmal reicht ein kleiner Funke um einen, längst vergangenen und vergessenen, Gedanken neu zu entflammen. Nach schon mehrmaligen Überlegungen eventuell mal an einem Marathon oder einem Halbmarathon teilzunehmen, habe ich mir nun ein Herz gefasst, um jenes Großprojekt 2013 in Angriff zu nehmen.

Diesen bescheidenen Beträge hier sollen mein Training und meinen Werdegang dokumentieren, als Antrieb dienen weiter zu machen und das Ziel auch wirklich zu erreichen was ich mir gesteckt habe.

Mit einem Freund zusammen will ich mich jener Herausforderung stellen, trainieren und leiden.

Das Ziel ist eindeutig und um es nicht zu vergessen, will ich es noch einmal als Mahnmal, schriftlich und mit Blut besiegelt aufschreiben und festhalten:

– Halbmarathon April 2013 in Berlin in 100 Minuten laufen

– den Marathon Oktober 2013 in Berlin zu überleben.